Über den BDH
Standard statt Elite.
Der Bund Deutscher Hochzeitsfotografen existiert, weil ein zentrales Vertrauensproblem in unserem Beruf bisher niemand sauber gelöst hat. Wir lösen es nicht über einen Award für die Besten, sondern über einen geprüften Standard für die Seriösen.
Warum es den BDH gibt
„Hochzeitsfotograf“ ist in Deutschland keine geschützte Bezeichnung. Es gibt keine Ausbildung, die man absolviert haben muss, keine Eintragung, keine Kontrolle. Wer eine Kamera besitzt und eine Website baut, ist Hochzeitsfotograf — jedenfalls auf dem Papier.
Für Paare ist das ein blinder Fleck im teuersten und emotionalsten Einkauf ihres Jahres. Sie buchen Monate im Voraus, oft vierstellige Beträge, für einen Tag, den man nicht wiederholen kann — bei jemandem, den sie über ein paar schöne Bilder und ein nettes Gespräch kennengelernt haben. Ob dieser Mensch ein angemeldetes Gewerbe hat, bei Ausfall einen Vertrag stellt, der sie schützt, das überhaupt regelmäßig macht: All das sehen sie nicht.
Für seriöse Fotografen ist es die andere Seite desselben Problems. Sie konkurrieren mit Anbietern, die keine Steuern zahlen, keinen Vertrag stellen und über den Preis kommen — und haben kein einfaches Mittel, ihre Professionalität sichtbar zu machen. Der BDH gibt beiden Seiten, was fehlt: einen überprüfbaren Beleg dafür, dass hier ein Profi arbeitet.
Unsere Haltung: Standard statt Elite
Die meisten Siegel und Verbände in der Fotografie arbeiten als Elite-Signal. Sie zeichnen die Besten aus, prämieren die schönsten Bilder, vergeben Awards an die Spitze. Das hat seinen Platz — aber es löst das Vertrauensproblem nicht. Ein Paar, das wissen will, ob ein Fotograf überhaupt seriös arbeitet, ist mit einem Award für preisgekrönte Kunst nicht geholfen.
Wir machen das Gegenteil. Wir setzen keine hohe, sondern eine klare Hürde. Das Siegel sagt nicht „dieser Fotograf ist der Beste“, sondern „dieser Fotograf erfüllt nachweisbar die Grundlagen seines Berufs“. Das ist bewusst eine niedrigere, aber dafür eine ehrliche und für jeden verständliche Aussage.
Der entscheidende Vorteil: Ein Standard hilft genau dem Paar, das am wenigsten Ahnung von Fotografie hat und es am dringendsten braucht. Ein Award hilft vor allem dem Fotografen, der ihn gewinnt.
Woran wir uns halten
Substanz statt Hype
Belegbarkeit über alles
Geschmack ist nicht unsere Sache
Klarheit beim Preis
Was der BDH ist — und was nicht
Der BDH ist
- eine Mitgliederplattform mit Qualitätssiegel
- ein geprüfter Mindeststandard
- ein Verzeichnis, in dem Paare geprüfte Fotografen finden
- ein Netzwerk mit Kollegenhilfe, Coachings und Hot Seat
Der BDH ist nicht
- ein Verein mit Satzung
- eine Award-Show für die schönsten Bilder
- ein Ranking, eine Bestenliste, ein Geschmacksrichter
- eine Garantie, dass dir die Bilder eines Mitglieds gefallen
Wir sind am Anfang — und sagen das auch
Der BDH ist in der Gründungsphase. Betreiber-Platzhalter bis zur anwaltlichen Finalisierung: BDH Fotografennetzwerk UG (in Gründung; rechtliche Firmierung wird vor Launch anwaltlich finalisiert). Wir haben noch keine große Mitgliederzahl, weil wir gerade erst starten. Wir könnten hier Zahlen erfinden oder von einer „wachsenden Community“ schwärmen. Wir tun es nicht.
Was heute steht, sind die Kriterien, das Prüfverfahren, das Siegel mit Prüfcode und die Plattform. Was noch wächst, ist die Zahl der Fotografen, die mitmachen. Wer jetzt einsteigt, gestaltet den Standard mit, den der BDH setzen wird.
Wohin wir wollen
Das Ziel ist einfach: Das BDH-Siegel soll für Paare in Deutschland zur ersten Frage werden, die sie bei der Wahl ihres Hochzeitsfotografen stellen. Nicht „Hat er einen Award gewonnen?“, sondern „Ist er geprüft?“. Und für Fotografen soll der BDH der Ort sein, an dem Seriosität sichtbar wird — und an dem man unter Kollegen nicht allein dasteht.